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Powerbank im Flugzeug: Wie viel mAh sind im Handgepäck erlaubt?

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Powerbank, Smartphone und USB-C-Kabel neben Handgepäck in einer Flughafenlounge
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Aktualisiert: 26. Oktober 2026Lesezeit: ca. 9 Min.

Kurz-Antwort

Eine Powerbank im Flugzeug gehört ausschließlich ins Handgepäck. Bis 100 Wattstunden (Wh) darfst du sie ohne Anmeldung mitnehmen, über 100 bis 160 Wh nur mit Zustimmung der Fluggesellschaft, darüber gar nicht. Nach der aktuellen ICAO-Tabelle sind höchstens zwei Powerbanks pro Person erlaubt, und an Bord darfst du sie nicht aufladen. Wie viel mAh das sind, hängt von der Zellspannung ab: Bei 3,7 V liegt die 100-Wh-Grenze bei rund 27.000 mAh.

Hinter den Regeln steckt ein nachvollziehbarer Grund: Lithium-Ionen-Akkus können sich bei einem Defekt stark erhitzen und in Brand geraten. In der Kabine kann jemand eingreifen, im Frachtraum nicht. Deshalb behandeln die Luftfahrtbehörden lose Akkus, und dazu zählen Powerbanks, als Gefahrgut mit eigenen Grenzen. Das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) fasst sie auf seiner Seite Elektronische Geräte mit Lithium-Batterien zusammen. Dort steht auch, dass Fluggesellschaften strengere Vorgaben machen dürfen und diese dann maßgeblich sind.

Wie streng das ausfallen kann, zeigt Lufthansa auf der Seite Elektronische Geräte und Batterien. Wir stellen beide Quellen nebeneinander (Stand: Oktober 2026). Wie viel Kapazität du für deine Geräte wirklich brauchst und worauf es beim Kauf ankommt, steht in unserer Anleitung Powerbank kaufen: Die Anleitung für Gamer, Reisende und Pendler.

Powerbank im Flugzeug: Die Regeln im Überblick

Handelsübliche Powerbanks arbeiten mit Lithium-Ionen- oder Lithium-Polymer-Zellen. Für sie gelten im Passagiergepäck diese Punkte:

  • Nur Handgepäck: Im aufgegebenen Koffer sind Powerbanks verboten, egal wie klein sie sind.
  • Bis 100 Wh: ohne Anmeldung erlaubt.
  • Über 100 bis 160 Wh: nur mit Zustimmung der Fluggesellschaft.
  • Über 160 Wh: im Passagiergepäck nicht vorgesehen, auch nicht mit Genehmigung.
  • Höchstens zwei Stück pro Person: So steht es in der aktuellen ICAO-Tabelle, Lufthansa übernimmt die Grenze.
  • Kein Aufladen an Bord: Die Powerbank darf im Flugzeug nicht geladen werden und soll auch keine anderen Geräte laden.
  • Schutz vor Kurzschluss: Jede Powerbank wird einzeln geschützt, zum Beispiel in der Originalverpackung, mit abgeklebten Kontakten oder in einer eigenen Hülle.

Die ICAO-Tabelle stellt das LBA als PDF unter dem Titel ICAO-Bestimmungen Mitnahme Gefahrgüter bereit. In der Ausgabe 2025-2026 mit Nachtrag Nr. 1 stehen die Obergrenze von zwei Powerbanks und das Ladeverbot ausdrücklich in der Zeile zu Powerbanks. Für Lithium-Metall-Batterien rechnet das LBA übrigens nicht in Wattstunden, sondern in Gramm Lithium (2 g, mit Zustimmung bis 8 g). Bei Powerbanks spielt das kaum eine Rolle.

Powerbank ins Handgepäck oder in den Koffer?

Ins Handgepäck, ohne Ausnahme. Das LBA führt lose Lithium-Ersatzbatterien, zu denen Powerbanks gehören, ausdrücklich als im aufgegebenen Gepäck verboten. Lufthansa schreibt dasselbe und stellt klar, dass eine Powerbank kein tragbares elektronisches Gerät ist, sondern als Ersatzakku zählt. Für Laptop, Kamera oder Handy mit eingebautem Akku können deshalb andere Regeln gelten als für die Powerbank, die daneben in der Tasche liegt.

Heikel wird das in zwei Situationen. Erstens, wenn du nur mit Koffer reist und die Powerbank aus Gewohnheit im Seitenfach steckt. Zweitens, wenn dein Trolley am Gate noch in den Frachtraum muss, weil die Ablagen voll sind. Dann wird aus dem Handgepäck Aufgabegepäck, und die Powerbank muss vorher heraus. Am sichersten steckt sie in einer Jacken- oder Umhängetasche, die du ohnehin am Körper trägst.

Wie viel mAh darf eine Powerbank im Flugzeug haben?

Eine feste mAh-Grenze gibt es nicht. Die Vorschriften rechnen in Wattstunden, auf der Verpackung steht aber zuerst die Kapazität in Milliamperestunden. Umrechnen kannst du selbst, Lufthansa nennt dafür diese Formel:

Wh = mAh × V ÷ 1.000

Für V setzt du die Nennspannung der Akkuzellen ein, die auf dem Typenschild steht. Bei vielen Modellen sind das 3,6 oder 3,7 V. Nicht verwechseln solltest du sie mit den 5 V oder mehr am USB-Ausgang: Die mAh-Angabe bezieht sich auf die Zellen im Inneren, nicht auf die Ladespannung. Ein paar Rechenbeispiele mit 3,7 V:

  • 15.000 mAh: 55,5 Wh, ohne Anmeldung erlaubt.
  • 25.000 mAh: 92,5 Wh, ohne Anmeldung erlaubt.
  • 27.000 mAh: 99,9 Wh, gerade noch unter der Grenze.
  • 30.000 mAh: 111 Wh, nur mit Zustimmung der Airline.
  • 40.000 mAh: 148 Wh, nur mit Zustimmung der Airline.
  • 50.000 mAh: 185 Wh, nicht erlaubt.

Steht auf deiner Powerbank bereits eine Wh-Angabe, nimm diesen Wert und spar dir die Rechnung. Der Hersteller kennt die tatsächliche Zellspannung, du nicht. Wie viel von dieser Energie später im Handy ankommt, ist eine andere Frage. Für die Regeln im Flugzeug zählt nur die aufgedruckte Nennenergie.

Darf eine Powerbank mit 30.000 mAh ins Flugzeug?

Ja, aber nicht ohne Weiteres. Bei 3,7 V kommt eine 30.000-mAh-Powerbank auf 111 Wh und liegt damit über der 100-Wh-Grenze. Sie fällt in die Klasse über 100 bis 160 Wh, für die du die Zustimmung deiner Fluggesellschaft brauchst. Hast du die nicht, bleibt die Powerbank am Boden.

Auch bei 3,6 V wären es 108 Wh und damit zu viel für die Mitnahme ohne Anmeldung. Rechne trotzdem mit dem Wert auf deinem Modell. Wer sich den Aufwand sparen will, nimmt statt einer großen Powerbank zwei kleinere unter 100 Wh mit. Zwei Stück sind erlaubt, und fällt eine aus, hast du noch die zweite.

Darf man eine Powerbank im Flugzeug benutzen?

Das hängt von der Fluggesellschaft ab, die Grundregel ist aber streng. In der ICAO-Tabelle steht, dass Powerbanks an Bord nicht aufgeladen werden dürfen und auch nicht zum Laden eines anderen Geräts verwendet werden sollten. Das zweite ist als Empfehlung formuliert. Airlines dürfen daraus ein Verbot machen.

Lufthansa hat genau das getan: Laden und Verwenden von Powerbanks sind dort verboten. Eine Ausnahme gilt nur, wenn die Powerbank ein zugelassenes medizinisches Gerät versorgt. Eine Kühltasche für Medikamente zählt dabei ausdrücklich nicht als medizinisches Gerät.

Für dich heißt das: Lade Handy, Tablet und Handheld vor dem Abflug voll und steck die Powerbank an Bord nicht an den USB-Anschluss am Sitz. Ob du das Handy über die Powerbank laden darfst, verrät dir die Gepäckseite deiner Airline. Steht dort nichts dazu, frag vor dem Flug nach oder lass die Powerbank in der Tasche. Wie du den Akku beim Zocken unterwegs länger durchhalten lässt, zeigt unser Beitrag Handy-Akku beim Spielen schnell leer: Diese Ursachen sind typisch.

Wie viele Powerbanks darf man mit ins Flugzeug nehmen?

Höchstens zwei pro Person. Diese Grenze steht in der ICAO-Tabelle in der Zeile zu Powerbanks und betrifft damit auch kleine Modelle. Für Ersatzakkus über 100 bis 160 Wh nennt das LBA auf seiner Übersichtsseite dieselbe Zahl. Lufthansa begrenzt ebenfalls auf zwei Powerbanks pro Fluggast.

Reist du mit Familie oder Freunden, darf jede Person ihre eigenen zwei Powerbanks dabeihaben. Verteilt sie dann auf das Handgepäck der einzelnen Mitreisenden, damit bei der Kontrolle klar ist, wem welche gehört.

Powerbank über 100 Wh: So läuft die Anmeldung

Für Powerbanks über 100 bis 160 Wh brauchst du die Zustimmung der Fluggesellschaft. Lufthansa spricht von einer Transportgenehmigung und verlangt, dass du die Powerbank schon bei der Buchung über das Lufthansa Service Center anmeldest. Bei anderen Airlines findest du den Weg auf deren Seite zu Gefahrgut oder Batterien.

Halte für die Anmeldung bereit, was auf dem Gehäuse steht: Hersteller, Modell und Wattstunden. Ohne Zustimmung darf die Powerbank nicht mit, auch wenn sie unter 160 Wh liegt. Fliegst du mit Umstieg und verschiedenen Airlines, kläre die Zustimmung für jeden Abschnitt. Jede Fluggesellschaft entscheidet für ihre eigenen Flüge.

Richtig verpacken und an Bord verstauen

Damit es nicht zum Kurzschluss kommt, verlangt die ICAO-Tabelle, jede Powerbank einzeln zu schützen. Genannt werden die Originalverpackung, abgeklebte Kontakte oder eine eigene Plastiktüte beziehungsweise Schutzhülle. Eine Powerbank, die lose zwischen Schlüsseln und Münzen im Rucksack liegt, erfüllt das nicht.

Lufthansa legt zusätzlich fest, wo die Powerbank während des Flugs bleibt: nicht in der Gepäckablage über dem Sitz, sondern am Körper, in der Sitztasche oder im Handgepäck unter dem Sitz vor dir. Der naheliegende Grund: Wird ein Akku heiß, soll das jemand bemerken. In der geschlossenen Ablage fällt das niemandem auf.

Merkst du während des Flugs, dass deine Powerbank ungewöhnlich warm wird, sich verformt oder riecht, sag sofort der Crew Bescheid. Woran du schon zu Hause erkennst, dass ein Akku nicht mehr in Ordnung ist, beschreibt unser Beitrag Powerbank wird beim Laden heiß: Wann du sie nicht weiter nutzen solltest.

Typische Probleme und ihre Lösungen

Auf der Powerbank steht keine Wh-Angabe

Dann rechnest du aus mAh und Zellspannung selbst, wie oben beschrieben. Fehlen beide Werte oder sind sie abgerieben, lässt sich nicht belegen, dass die Powerbank unter 100 Wh liegt. Lass sie in dem Fall zu Hause und nimm ein Modell mit lesbarem Typenschild mit.

Die Powerbank ist beschädigt, aufgebläht oder zurückgerufen

Beschädigte und zurückgerufene Powerbanks sind bei Lufthansa nicht erlaubt. Ein gewölbtes Gehäuse, Risse oder ein Akku, der beim Laden auffällig heiß wird, gehören nicht ins Reisegepäck, sondern in die Sammelbox für Altbatterien. Lufthansa nennt auf der Seite außerdem einzelne Modelle, die wegen eines behördlichen Verbots nicht mitfliegen dürfen. Prüfe vor der Reise, ob dein Modell von einem Rückruf betroffen ist.

Das Handgepäck muss am Gate doch in den Frachtraum

Nimm die Powerbank heraus, bevor du den Trolley abgibst, und trag sie in der Jacke oder einer kleinen Tasche mit an Bord. Dasselbe gilt für lose Ersatzakkus von Kamera oder Drohne, denn auch sie gehören zu den Lithium-Ersatzbatterien.

Die Airline erlaubt weniger als das LBA

Das ist zulässig. Das LBA weist ausdrücklich darauf hin, dass strengere Regeln der Fluggesellschaften maßgeblich sind. Lies deshalb vor jedem Flug die Gepäckseite der Airline, mit der du tatsächlich fliegst. Bei Codeshare-Flügen ist das die Gesellschaft, die den Flug durchführt, nicht unbedingt die, bei der du gebucht hast.

Auf dem Langstreckenflug wird der Akku knapp

Weil du die Powerbank an Bord nicht laden darfst und sie je nach Airline auch nicht benutzen darfst, hilft nur Vorbereitung. Lade alle Geräte vor dem Abflug voll, senk die Bildschirmhelligkeit, schalte den Flugmodus ein und lade Spiele, Filme und Musik vorher offline herunter. Gibt es am Sitz einen USB-Anschluss, lade dort das Handy selbst und nicht die Powerbank.

Entscheidungshilfe: Welche Powerbank nimmst du mit auf die Reise?

  • Kurzer Flug, nur das Handy: Eine Powerbank mit 10.000 bis 20.000 mAh bleibt bei 3,7 V deutlich unter 100 Wh und braucht keine Anmeldung.
  • Langer Reisetag mit Handy und Handheld: Zwei Powerbanks unter 100 Wh statt einer großen. Das ist ohne Anmeldung erlaubt, und du hast eine Reserve.
  • Laptop über USB-C laden: Große Modelle für Notebooks kommen der 100-Wh-Grenze nahe oder überschreiten sie. Achte schon beim Kauf auf die Wh-Angabe, wenn du damit fliegen willst.
  • Powerbank über 100 bis 160 Wh: nur mitnehmen, wenn die Airline zugestimmt hat. Die Anmeldung gleich bei der Buchung erledigen.
  • Über 160 Wh, beschädigt oder ohne lesbare Angaben: zu Hause lassen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Powerbanks nur ins Handgepäck, nie in den aufgegebenen Koffer.
  • Bis 100 Wh ohne Anmeldung, über 100 bis 160 Wh mit Zustimmung der Airline, darüber nicht erlaubt.
  • Umrechnen mit mAh × Zellspannung ÷ 1.000. Bei 3,7 V liegt die 100-Wh-Grenze bei rund 27.000 mAh.
  • Höchstens zwei Powerbanks pro Person, jede einzeln gegen Kurzschluss geschützt.
  • Die Powerbank an Bord nicht laden. Lufthansa verbietet auch das Benutzen.
  • Strengere Regeln der Fluggesellschaft gehen vor, deshalb vor jedem Flug deren Gepäckseite lesen.

Quellen-Check

Auf diese Seiten verweist der Artikel. Stand des Artikels: 26. Oktober 2026.

  • lba.de – Elektronische Geräte mit Lithium-Batterien
  • lufthansa.com – Elektronische Geräte und Batterien

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