Blade Runner, Shadowrun, Deus Ex. Drei unterschiedliche Namen aus drei unterschiedlichen Genres. Auch wenn Blade Runner ein Film ist, Shadowrun ein Pen&Paper-RPG und Deus Ex eine Videospiel-Reihe, haben sie alle im Grundkonzept etwas gemeinsam. Futuristische Szenarien unserer Welt. Modifikationen des menschlichen Kรถrpers durch Technik und dรผstere Endzeitstimmung.
Was im groรen Ganzen immer noch wie Science-Fiction klingt ist in seinen Anfรคngen bereits in der heutigen Realitรคt angekommen. Wir haben biomechanische Muskeln, die unsere Kraft vergrรถรern. Wir haben kรผnstliche Hautzellen fรผr Roboter entwickelt, die dadurch endlich fรผhlen kรถnnen. Wir implementieren Ideen aus der ganzen Tierwelt, die dabei helfen unsere Kรถrper zu verbessern. Willkommen in der wunderbaren Welt unserer Wissenschaft und willkommen bei Deus Ex: Human Revolution.
Was ist anders?

Deus Ex: Human Revolution spielt mehr zur Zeit von J.C. Denten, sondern kommt als Prequel zu Deus Ex daher. Die Welt ist im Aufbruch in ein neues Zeitalter der Nanotechnologie. Groรe Konzerne buhlen um die Marktfรผhrung und zwischen konzerntechnischen und politischen Intrigen findet sich unser Hauptprotagonist Adam Jensen wieder. Dieser arbeitet fรผr Sarif Industries, dem fรผhrenden Unternehmen fรผr Nanotechnologie. Kurz darauf kommt es zu einem Angriff, bei dem Jensen tรถdlich verletzt wird und nur durch eine vollstรคndige, kรผnstliche Erneuerung seines Kรถrpers รผberlebt – der perfekte Stoff fรผr eine Geschichte voller Verschwรถrungen.
Grafisch hat sich auch einiges getan. Der dรผstere Grafikstil der ersten Teile ist einem eher futuristischen Comic-Stil gewichen mit Elementen aus Cyberpunk und Renaissance. Die Technik hinter Human Revolution mag zwar nicht die Beste sein, sieht aber in Bewegung mit Ausblick auf die pompรถsen Stรคdte weitestgehend atmosphรคrisch und stimmig aus.

In Anbetracht der Erfahrungs-Punkte, wird der rollenspielerische Aspekt deutlicher, mithilfe dessen Jensen sich in hรถheren Leveln immer bessere nanotechnologische Erweiterungen fรผr seinen Kรถrper kaufen kann. So kann man u.a im Verlauf der Level nicht nur Passwรถrter von Computern knacken, sondern auch Sicherheitssysteme umgehen indem man Kameras deaktiviert oder ganze Selbstschussanlagen auf seine Gegner umprogrammiert. Wer es ganz stumpf mag kann natรผrlich auch seine Arme verstรคrken und Getrรคnke-Automaten auf seine Gegner werfen.
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Ein Kommentar
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