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Die Zukunft von Facebook

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Aktualisiert: 16. September 2026Lesezeit: ca. 3 Min.

Keine Kundengewinn = Keine Werbung mehr

In unserem Beitrag über das neue Facebook Home haben wir ja erst kürzlich darüber berichtet, was Facebook so in naher Zukunft vorhat, um weitere finanzielle Gewinne zu erwirtschaften. Das ist auch bitter nötig. Zwar wird Facebook von Millionen von Menschen als Treffpunkt und Chat benutzt, aber nicht ein Bruchteil dieser Nutzer spült reales Bares in die Kassen des Konzerns ein. Das kurz vor dem Börsengang des Social-Media-Riesens letztes Jahr dann auch noch Werbe-Partner und Konzernriese General Motors einfach absprang, riss zusätzliche Löcher in Zuckerbergs Finanzplan.

GM gab via Pressemeldung bekannt, künftig keine Werbung mehr auf Facebook zu kaufen und zu schalten. Es sei kein Kundengewinn durch die Werbung auf der Social-Media-Plattform festzustellen, so GM. Irgendwie auch verständlich, denn die wenigsten werden über einen Autokauf nachdenken, wenn sie gerade mit den Freunden chatten oder Fotos auf Facebook anschauen. Ob dies der Hauptgrund, oder nur ein Grund von vielen war, warum der Aktienkurs kurz nach Börsengang drastisch in den Keller sackte, bleibt rein spekulativ.

Facebook muss Geld verdienen

So hat es für uns Facebook-Nutzer auch klingt: Zuckerberg muss mit Facebook Geld verdienen, damit der Service weiter laufen kann. Schließlich müssen neue Funktionen geplant und programmiert werden und die Server für noch mehr Nutzer erweitert werden. Und wer in dieser Branche stagniert, hat schon verloren und wird auf lange Sicht von Konkurrenten am Markt überholt.

Doch schlichte Bannerwerbung wie im Falle GM scheint sich mittelfristig für viele Firmen auf Facebook einfach nicht zu rentieren. Zumal immer mehr Nutzer zusätzliche Programme wie AdBlocker benutzen, die Werbeanzeigen einfach unterbinden.

Wie verdient man mit Nutzern Geld?

Vereinfacht gesagt: Facebook hat Millionen von Nutzern, aber keine richtige Strategie, um an ihr Geld zu kommen. Gut für uns Nutzer, schlecht für den Aktienkurs und den Geschäftsmann Zuckerberg. Dabei machen es doch viele Unternehmen geradezu vor. Schaut man mal in Richtung Apple, braucht man nur mal in den App-Store zu schauen.

Dort zählen zu den umsatzstärksten Apps nicht etwa kostenpflichtige, teure Apps wie Navigons Navigationssoftware. Nein, es sind komplett kostenlose Apps, die das meiste Geld in die Kassen spülen. Zwar sind die Grundfunktionen der Apps kostenlos, aber es gibt noch weitere Komfortfunktionen und Gegenstände, die man mittels InApp-Käufe erwerben kann, aber eben nicht muss.

Zwänge gewinnen das Spiel, Psychologie gewinnt die Meisterschaft

Und genau das ist das geniale an diesen Apps. Auf den ersten Blick ist alles kostenlos und man fängt an das Spiel oder Produkt zu benutzen. Man findet Gefallen daran und ein paar Stunden später hat man freiwillig die ersten Euros via inApp-Kauf ausgegeben. Auf diese Weise geben Nutzer bereitwillig mehr als 50 Euro pro Monat (!) für Einkäufe aus, wohingegen die gleichen Nutzer nicht bereit sind, eine App direkt für rund 15 Euro zu kaufen.

Facebook muss lernen, wie man mit den Nutzern Geld verdient. Die Zukunft von Facebook hängt davon ab, ob sie eine Strategie finden, um die Nutzer zu monetarisieren. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickeln wird.

Weitere interessante Artikel zu ähnlichen Themen finden Sie in unserer Übersicht über die beliebtesten Social Media Apps und die besten Smartphones.

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