Deutscher Computerspielpreis 2013: Die fünfte Verleihung steht an
In Berlin wird am 24. April der in der Branche heißbegehrte Deutsche Computerspielpreis (DCP) für das Jahr 2013 verliehen. Dabei handelt es sich um die bereits fünfte Verleihung dieser Art. Die Gewinner können dabei satte Preisgelder in einer Gesamthöhe von 385.000 Euro absahnen. Ein Deutscher Computerspielpreis Gewinner zu sein, bedeutet nicht nur Prestige, sondern auch eine finanzielle Förderung für zukünftige Projekte.
Die Preisgelder werden von den veranstaltenden Branchenverbänden G.A.M.E. e.V. und BIU e.V. sowie dem BKM (Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien), aktuell Staatsminister Bernd Neumann, zur Verfügung gestellt. Das Verhältnis der Preisgeldverteilung steht dabei 70 zu 30, wobei 70 Prozent an die Entwickler und 30 Prozent an die Publisher gehen. Gaming ist längst mehr als eine Hobbynische, und diese Preisgelder unterstreichen die wirtschaftliche Bedeutung der Branche.
Kategorien und Nominierungen für den DCP 2013
Bei dem jährlichen Wettbewerb werden sämtliche Computerspiele aus deutscher Produktion herangezogen und anschließend insgesamt 21 aus sieben verschiedenen Kategorien für den jeweiligen Kategorienpreis nominiert. Unterteilt wird dabei in die Kategorien Bestes Nachwuchskonzept, Bestes Kinderspiel, Bestes Serious Game, Bestes mobiles Spiel, Bestes Jugendspiel, als Hauptpreis Bestes Deutsches Spiel und natürlich auch Bestes Browsergame.
Für eine Nominierung standen den Organisatoren des Deutschen Computerspielpreises insgesamt 130 eingereichte Spiele zur Auswahl. Teilnehmen konnten alle Entwickler sowie Publisher, die ihren Standort in Deutschland haben und ihre Bewerbung zwischen dem 2. und dem 31. Januar eingereicht hatten. Jeder hofft darauf, am Ende als Deutscher Computerspielpreis Gewinner auf der Bühne zu stehen.
Fokus auf das beste Browsergame
Die Nominierungen für dieses Jahr stehen nun endgültig fest und beherbergen in der Kategorie Bestes Browsergame die Spiele Skylancer, Forge of Empires und The Great Jitters – Haunted Hunt. Dabei handelt es sich um ein browserbasiertes Fantasy-Abenteuer, ein Browser-Strategiespiel und ein Browser-Geschicklichkeitsspiel. Das vom in Hamburg ansässigen Publisher InnoGames veröffentlichte Browser-Strategiespiel Forge of Empires kann sich mittlerweile schon mit über fünf Millionen Registrierungen rühmen.
Währenddessen konnte das von Chimera Entertainment entwickelte Fantasy-Abenteuer Skylancer noch vor knapp einem Jahr ein Release auf dem Alaplaya-Portal feiern. Ebenfalls mit dabei um den Preis für das beste deutsche Browsergame ist auch das Geschicklichkeitsspiel The Great Jitters – Haunted Hunt vom Berliner Publisher kunst-stoff GmbH. Der Gewinnanteil für die Kategorie des besten Browsergames beträgt ein Preisgeld in Höhe von 50.000 Euro. Solche Spiele zeigen, wie PC Games kognitive und berufliche Fähigkeiten fördern können.
Die Jury und die Ziele der Initiative
In der Jury aus 14 Mitgliedern werden bei der Verleihung im April neben diversen Vertretern der Spielbranche auch Angehörige aus der Fachpresse, dem Wissenschaftsbereich und auch Abgeordnete des Bundestages vertreten sein. Die Branchenverbände und die Bundesregierung verfolgen mit dieser gemeinsamen Initiative aus Politik und Wirtschaft das Ziel, qualitativ hochwertige, pädagogisch wertvolle und innovative Video- und Computerspiele aus Deutschland zu würdigen und zu fördern.
Dies stellt vor allem vonseiten der Politik ein kleines Signal gegen die in der Gesellschaft herrschenden Vorurteile Computerspielen gegenüber dar. Gerade aus der Politik gab es in vergangener Zeit vermehrt ehemals kritische Stimmen, die nun die Bedeutung der Branche anerkennen. Wer am Ende ein Deutscher Computerspielpreis Gewinner wird, trägt dazu bei, das Image von Videospielen weiter zu verbessern.