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Muench Motorrad

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Aktualisiert: 16. September 2026Lesezeit: ca. 2 Min.

Am 6.02.1927 wurde Friedel Muench geboren. Er machte eine Ausbildung zum Mechaniker und nach dem Krieg wurde er Konstrukteur bei der Firma Horex. Später handelte er mit Motorrädern, reparierte sie und war mit dem Rennsport verbunden, wo er auch verschiedenen Rennfahrer kennenlernte. Seine Vision war Motorräder mit Automotoren zu bauen, die leistungsstark und zuverlässig waren. Nach Jahren der Entwicklung gelang es ihm, ein Motorrad nach seinen Vorstellungen zu bauen. Er verwendete einen luftgekühlten 4-Zylinder-Motor eines NSU Prinz 1000 mit 1000 cm³ Hubraum, baute das Getriebe der Firma Horex ein und weitere wichtige Teile nach seinen eigenen Plänen. Eigentlich sollte das Model Mammut heißen, was aber markenrechtlich nicht möglich war. So wurde es schlicht TT genannt.

Die mittlerweile entstandene Motorrad-Fan-Gemeinde nannte es trotzdem Mammut. Die Entwicklung dieses Motorrades war eine Sensation auf dem Motorradmarkt und war den Japanern meilenweit voraus. Es folgten erfolgreiche Maschinen mit größerem Hubraum, wobei alle Maschinen Einzelanfertigungen waren, keine maschinelle Herstellung. Muench engagierte sich gleichzeitig erfolgreich beim Rennsport. Aufgrund von Managementfehlern und leider zu geringen Stückzahlen bei der Herstellung der Motorräder stand Muench öfter vor dem Aus. Die Zusammenarbeit mit einem amerikanischen Verleger brachte nur kurzfristige Erfolge. 1971 musste Muench Konkurs anmelden. Durch die Firma Hassia gerettet, konnte Muench weiterarbeiten, aber auch ohne großen wirtschaftlichen Erfolg.

Als dann japanischen Firmen preisgünstiger auf den Motorradmarkt kamen, gingen die eh schon geringen Absatzzahlen rapide zurück. Nach weiteren gescheiterten Kooperationen wurde die Muench AG von einem Mitarbeiter der Firma, Hein W. Henke mit allen Rechten übernommen. Dieser stellte Muench als technischen Leiter ein. Nach 1997 sollte von einer Folgefirma eine neue „Muench Mammut 2000“ entwickelt und gebaut werden. Zwar war dies gelungen, wenn auch erst etliche Jahre später. Aber die horrenden Kosten von über 86000 € waren dann letztendlich doch zu hoch. Nach 15 Exemplaren war auch hier das Ende gekommen.

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