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Windows 11 Speicherplatz freigeben für Spiele: Sicher aufräumen

10 Minuten
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Windows-Gaming-PC mit grafischer Speicherübersicht und externer SSD
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Aktualisiert: 26. Oktober 2026Lesezeit: ca. 9 Min.

Kurz-Antwort

Willst du unter Windows 11 Speicherplatz freigeben, damit neue Spiele wieder auf Laufwerk C: passen, öffnest du Einstellungen > System > Speicher > Bereinigungsempfehlungen und entfernst dort temporäre Dateien, alte Downloads und Apps, die du nicht mehr nutzt. Die Speicheroptimierung hält das Laufwerk danach automatisch sauber. Große Spiele musst du nicht löschen: Steam verschiebt sie unter Einstellungen > Speicherplatz auf ein anderes Laufwerk. Bevor du etwas deinstallierst, sicherst du Spielstände, die nicht in einer Cloud liegen.

Ein volles Systemlaufwerk merkst du zuerst beim nächsten Download: Der Launcher bricht ab oder will gar nicht erst starten, weil der Platz für das Spiel samt Update fehlt. Dazu kommen Gameplay-Aufnahmen, Installationsdateien im Download-Ordner und Reste alter Windows-Updates. Wie viel ein Spiel tatsächlich belegt, steht auf der Store-Seite bei den Systemanforderungen. Diese Zahl ist der Maßstab, wie viel du freiräumen musst.

Microsoft beschreibt die eingebauten Werkzeuge auf der Hilfeseite Freigeben von Speicherplatz unter Windows. Daran orientieren sich die Menüpfade in dieser Anleitung. Für Gamer kommt eine zweite Frage hinzu: Was räumst du auf, und was ziehst du nur um? Wenn die SSD einfach zu klein für deine Bibliothek ist, hilft dir unser Ratgeber SSD für Gaming-PC: Reichen 1 TB oder sind 2 TB sinnvoll? bei der Entscheidung.

Wie kann ich unter Windows 11 Speicherplatz freigeben?

Verschaff dir zuerst einen Überblick. Im Explorer zeigt „Dieser PC“ unter „Geräte und Laufwerke“ für jedes Laufwerk einen Balken mit dem freien Platz. Genauer wird es unter Einstellungen > System > Speicher: Windows listet dort auf, wie viel auf Apps, temporäre Dateien, Dokumente, Bilder und andere Kategorien entfällt. Ein Klick auf eine Kategorie zeigt, was darin steckt.

Der schnellste Weg zu mehr Platz sind die Bereinigungsempfehlungen im selben Menü. Windows sortiert die Vorschläge in vier Gruppen: temporäre Dateien, große oder nicht verwendete Dateien, mit der Cloud synchronisierte Dateien und nicht verwendete Apps. Du setzt die Haken bei allem, was weg darf, und bestätigst mit „Bereinigen“. Schau dir die Liste vorher in Ruhe an. Bei den großen Dateien kann auch ein Video landen, das du behalten willst.

Unter „Temporäre Dateien“ findest du die einzelnen Posten mit ihrer Größe, etwa den Papierkorb, Miniaturansichten, Windows-Update-Reste und den DirectX-Shadercache. Den Shadercache legen Spiele und Grafiktreiber nach dem Löschen neu an. Die ersten Starts danach können deshalb etwas länger laden, bis die Shader wieder vorliegen.

Was du gefahrlos löschen kannst und was nicht

Alles, was Windows dir in den Speichereinstellungen anbietet, kannst du dort auch entfernen, ohne das System zu beschädigen. Unkritisch sind temporäre Dateien, der Papierkorb und Update-Reste. Beim Download-Ordner lohnt ein kurzer Blick, bevor du ihn leerst: Neben alten Setup-Dateien liegen dort manchmal Dokumente, die du nur noch nicht einsortiert hast.

Einen Sonderfall bildet der Ordner Windows.old. Er enthält die vorherige Windows-Version nach einem großen Upgrade. Windows bietet ihn nur in den ersten zehn Tagen nach dem Upgrade zum Entfernen an, unter Temporäre Dateien als „Vorherige Windows-Installation(en)“. Entfernst du ihn, kannst du nicht mehr zur alten Version zurück. Läuft dein System nach dem Upgrade stabil und alle Spiele starten, ist das ein guter Kandidat für viel freien Platz.

Finger weg von Handarbeit in C:\Windows und in den Programmordnern. Programme und Spiele entfernst du über Einstellungen > Apps > Installierte Apps oder direkt im Launcher. Löschst du einen Spielordner einfach im Explorer, bleiben Einträge im Launcher zurück, und im schlimmsten Fall sind lokale Spielstände mit weg. Vorsicht gilt auch beim versteckten Ordner AppData: Dort legen viele Spiele ihre Speicherstände und Einstellungen ab.

Speicheroptimierung einrichten und vergessen

Damit C: nicht nach ein paar Wochen wieder voll ist, schaltest du die Speicheroptimierung ein. Sie ist ab Werk deaktiviert. Du findest sie unter Einstellungen > System > Speicher und stellst den Schalter auf „Ein“. Ein Klick auf den Eintrag öffnet die Optionen. Unter „Speicheroptimierung ausführen“ legst du fest, in welchem Abstand sie läuft. Außerdem legst du fest, nach wie vielen Tagen Dateien aus dem Papierkorb gelöscht werden.

Ein paar Eigenheiten solltest du kennen:

  • Den Download-Ordner fasst die Funktion nur an, wenn du das ausdrücklich einstellst.
  • Sie arbeitet nur auf dem Systemlaufwerk. Platz auf einem zweiten Laufwerk mit Spielen schaffst du über Erweiterte Speichereinstellungen > Auf anderen Laufwerken verwendeter Speicher.
  • Sie läuft nur, wenn du angemeldet und seit mehr als zehn Minuten online bist.
  • OneDrive-Dateien stellt sie ab Windows 11 Version 22H2 standardmäßig auf „nur online“, wenn du sie länger als 30 Tage nicht geöffnet hast. Gelöscht wird dabei nichts, die Datei lädt beim nächsten Öffnen wieder herunter.

Wer ohnehin gerade die Einstellungen für Spiele durchgeht, findet weitere Stellschrauben in unserem Beitrag Windows 11 fürs Gaming optimieren: Einstellungen für stabilere FPS.

Spiele verschieben statt löschen

Ein Spiel zu löschen, das du in drei Monaten wieder spielen willst, kostet dich später einen kompletten Download. Hast du ein zweites internes Laufwerk oder eine externe SSD, ziehst du die Installation besser um. Steam erklärt das auf seiner Hilfeseite Steam-Installationen und -Spiele verschieben in zwei Schritten:

  1. In den Steam-Einstellungen öffnest du den Tab „Speicherplatz“ und legst über die Schaltfläche „+“ auf dem Ziellaufwerk einen neuen Bibliotheksordner an.
  2. Danach wählst du im selben Tab das Laufwerk, auf dem die Spiele liegen, markierst die gewünschten Titel und klickst auf „Verschieben“.

Der neue Ordner steht anschließend auch bei jeder Installation als Ziel zur Auswahl. Den Steam-Client selbst solltest du dagegen nicht auf eine externe Festplatte legen. Davon rät Valve wegen möglicher Leistungsprobleme ab. Was beim Umzug auf ein USB-Laufwerk sonst noch wichtig ist, liest du in Steam Spiele auf externe SSD verschieben: Ohne Neuinstallation umziehen.

Für Apps und Spiele aus dem Microsoft Store gibt es eine eigene Stelle: Unter Einstellungen > System > Speicher > Erweiterte Speichereinstellungen > Speicherort für neue Inhalte wählst du je Inhaltstyp ein Laufwerk aus, auch für neue Apps. Andere Launcher wie Epic, GOG Galaxy oder die EA app regeln den Installationsort in ihren eigenen Einstellungen. Ob dort ein Umzug ohne neuen Download vorgesehen ist, steht in der Hilfe des jeweiligen Anbieters.

Spielstände sichern, bevor du deinstallierst

Bevor ein Spiel von der Platte verschwindet, klärst du, wo seine Speicherstände liegen. Synchronisiert Steam sie über die Steam Cloud, bleiben sie nach dem Deinstallieren erhalten. Ob das bei einem Spiel aktiv ist, siehst du in seinen Eigenschaften. Meldet Steam einen Fehler beim Abgleich, hilft dir unser Beitrag Steam Cloud Synchronisierung fehlgeschlagen weiter, bevor du irgendetwas löschst.

Spielstände ohne Cloud musst du selbst sichern. Steam nennt als typischen Ort den Ordner C:\Benutzer\[Windows-Benutzername]\Dokumente\Meine Spiele\. Valve weist aber darauf hin, dass jeder Entwickler selbst entscheidet, wo sein Spiel speichert. Weitere Kandidaten sind der Ordner „Gespeicherte Spiele“ in deinem Benutzerprofil sowie AppData. Diesen versteckten Ordner öffnest du mit Windows-Taste + R und der Eingabe %appdata% oder %localappdata%. Kopier den Ordner des Spiels auf ein anderes Laufwerk oder einen USB-Stick. Findest du ihn nicht, steht der Speicherort in der Hilfe oder im Forum des Herstellers.

Wer dafür ein festes Backup-Laufwerk sucht, findet in unserer Kaufberatung für externe Festplatten Hinweise zu Größe und Anschluss.

Große Dateien finden, die nicht zu Spielen gehören

Nicht jeder Speicherfresser ist ein Spiel. Gameplay-Aufnahmen, alte ISO-Abbilder und Installationspakete brauchen schnell mehr Platz als gedacht. Im Explorer findest du sie, indem du unter „Ansicht“ die Darstellung „Details“ wählst und die Spalte „Größe“ absteigend sortierst. Microsoft nennt die Ordner Videos, Musik, Bilder und Downloads als Orte, an denen die größten persönlichen Dateien liegen. Aufnahmen der Xbox Game Bar landen im Ordner Videos.

Was du behalten willst, ziehst du per Ausschneiden und Einfügen auf ein anderes Laufwerk. Kopieren allein bringt nichts, weil das Original auf C: bleibt. Nutzt du OneDrive, kannst du Ordner mit „Dateien bei Bedarf“ in die Cloud auslagern. Auf dem PC liegt dann nur ein Platzhalter, die Datei kommt erst beim Öffnen zurück. Zum Schluss leerst du den Papierkorb, sonst belegen die gelöschten Dateien weiter Platz.

Windows 11 Speicherplatz freigeben für Spiele: Die Reihenfolge

Gehst du in dieser Reihenfolge vor, räumst du zuerst das auf, was sicher wegkann, und fasst die Spiele selbst erst am Ende an:

  1. Freien Platz prüfen und mit dem Bedarf des Spiels laut Store-Seite vergleichen.
  2. Bereinigungsempfehlungen durchgehen und temporäre Dateien entfernen.
  3. Download-Ordner sichten, Papierkorb leeren.
  4. Große persönliche Dateien auf ein anderes Laufwerk verschieben.
  5. Ungenutzte Apps über Installierte Apps entfernen.
  6. Spiele, die du gerade nicht spielst, auf ein zweites Laufwerk umziehen.
  7. Erst danach deinstallieren, und nur mit gesicherten Spielständen.
  8. Speicheroptimierung einschalten, damit es so bleibt.
Video des Kanals Programmieren lernen mit Tipps für mehr Speicherplatz auf dem PC

Typische Probleme und ihre Lösungen

Der Temp-Ordner füllt sich mit .appx-Dateien

Stapeln sich im Temp-Ordner Dateien mit der Endung .appx, stammen sie aus dem Microsoft Store. Microsoft empfiehlt dafür die Problembehandlung unter Einstellungen > System > Problembehandlung > Andere Problembehandlungen > Windows Store-Apps > Ausführen. Hilft das nicht, setzt du den Store-Cache zurück: Windows-Taste + R, wsreset.exe eingeben und bestätigen. Ein leeres Fenster erscheint, schließt sich nach rund zehn Sekunden, dann öffnet sich der Store. Bleiben die Dateien liegen, folgen die Problembehandlung für Windows Update und ein Neustart.

„Vorherige Windows-Installation(en)“ fehlt in der Liste

Den Eintrag zeigt Windows nur in den ersten zehn Tagen nach einem Upgrade. Fehlt er, bietet dir Windows an dieser Stelle nichts mehr zum Entfernen an. Versuch nicht, Windows.old von Hand im Explorer zu löschen, sondern bleib bei den Speichereinstellungen.

Steam bietet kein „Verschieben“ an

Verschieben geht nur zwischen zwei Steam-Bibliotheken. Fehlt auf dem Ziellaufwerk noch ein Bibliotheksordner, legst du ihn zuerst im Tab „Speicherplatz“ mit „+“ an. Startet ein Spiel nach dem Umzug nicht sauber, öffnest du per Rechtsklick seine „Eigenschaften“ und lässt Steam unter „Installierte Dateien“ mit „Dateien auf Fehler überprüfen“ fehlende Teile nachladen.

Der Platz ist nach kurzer Zeit wieder weg

Schau unter Einstellungen > System > Speicher nach, welche Kategorie gewachsen ist. Sind es Videos, zeichnet vielleicht die Game Bar im Hintergrund auf. Wachsen die Apps, haben Launcher ein großes Update geladen. Findest du keinen Grund, prüfst du den PC mit Windows-Sicherheit auf Schadsoftware. Microsoft nennt Malware ausdrücklich als mögliche Ursache für schwindenden Speicher.

Das Funktionsupdate scheitert am fehlenden Platz

Große Windows-Updates brauchen vorübergehend zusätzlichen Platz. Reicht er trotz Aufräumen nicht, kannst du für die Installation ein externes Speichergerät anschließen, das Windows dann als Zwischenablage nutzt. Microsoft beschreibt diese Möglichkeit auf derselben Hilfeseite. Danach kannst du das Laufwerk wieder abziehen.

Entscheidungshilfe: Aufräumen, umziehen oder aufrüsten?

Ob Aufräumen reicht, hängt davon ab, wofür der Platz draufgeht. Diese Faustregeln helfen dir bei der Einordnung:

  • Temporäre Dateien und Downloads sind das Problem: Bereinigungsempfehlungen nutzen, Speicheroptimierung einschalten, fertig.
  • Die Spielebibliothek wächst über das Laufwerk hinaus: Ein zweites Laufwerk einbauen oder anschließen und die Spiele per Launcher umziehen.
  • C: ist schon nach Windows und zwei, drei Spielen voll: Hier hilft auf Dauer nur mehr Kapazität. Plane die neue SSD mit Reserve für Updates.
  • Du spielst einen Titel ein, zweimal im Jahr: Spielstand sichern, deinstallieren und bei Bedarf neu laden, wenn deine Leitung das hergibt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Überblick steht unter Einstellungen > System > Speicher, die Vorschläge zum Löschen unter Bereinigungsempfehlungen.
  • Windows.old kannst du nur in den ersten zehn Tagen nach einem Upgrade über die Speichereinstellungen entfernen, danach fehlt der Rückweg zur alten Version.
  • Die Speicheroptimierung ist ab Werk aus und arbeitet nur auf dem Systemlaufwerk.
  • Steam-Spiele ziehst du über einen zweiten Bibliotheksordner und „Verschieben“ um, ohne neu herunterzuladen.
  • Spielstände ohne Cloud liegen in Dokumente, „Gespeicherte Spiele“ oder AppData und gehören vor dem Deinstallieren gesichert.

Quellen-Check

Auf diese Seiten verweist der Artikel. Stand des Artikels: 26. Oktober 2026.

  • support.microsoft.com – Freigeben von Speicherplatz unter Windows
  • help.steampowered.com – Steam-Installationen und -Spiele verschieben

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