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Windows 11 Bildschirm flackert beim Spielen: Bildrate, Kabel und Treiber prüfen

11 Minuten
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Comic-Roboter Bit denkt neben einem flackernden Monitor nach
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Aktualisiert: 17. Oktober 2026Lesezeit: ca. 11 Min.Zum Fehler-Finder

Kurz-Antwort

Wenn dein Windows 11 Bildschirm flackert beim Spielen, kommen fünf Stellen infrage: die variable Bildwiederholrate mit FreeSync, G-SYNC oder VRR, der Grafiktreiber, eine einzelne App, HDR sowie Hertz-Zahl und Kabel. Eine kurze Gegenprobe im Task-Manager zeigt dir, in welche Richtung du suchen musst. Danach arbeitest du die passende Lösung von oben nach unten ab.

Flackern sieht nicht bei jedem gleich aus. Bei manchen zuckt die Helligkeit nur im Ladebildschirm oder im Hauptmenü eines Spiels, bei anderen laufen Streifen über den ganzen Desktop, und manchmal wird das Bild für einen Moment komplett schwarz. Jedes dieser Fehlerbilder deutet auf eine andere Ursache. Microsoft nennt auf der Hilfeseite Problembehandlung beim Flackern des Bildschirms in Windows zwei Verdächtige, den Anzeigetreiber und eine inkompatible App. Beim Spielen kommen die variable Bildwiederholrate, HDR und die Verbindung zwischen Grafikkarte und Monitor dazu.

Im Fehler-Finder beginnt Bit mit der Frage, wann das Flackern auftritt, und schickt dich dann zu Treiber, App, FreeSync und G-SYNC, HDR oder Kabel. Wer lieber selbst liest, findet unter dem Fehler-Finder die Checkliste und zu jeder Ursache einen eigenen Abschnitt.

Fehler-Finder: In wenigen Klicks zur Lösung

Fehler-Finder

Der Bildschirm flackert beim Spielen unter Windows 11

Bit will zuerst wissen, wann das Flackern auftritt. Ob es nur im Spiel kommt, überall oder erst seit einer neuen Einstellung, grenzt die Ursache am schnellsten ein.

  1. Wann flackert dein Bildschirm?

    Öffne zum Test den Task-Manager mit Strg + Umschalt + Esc. Flackert sein Fenster mit, steckt eher der Grafiktreiber dahinter. Bleibt es ruhig, während der Rest flackert, eher eine App.

    Nur im Spiel, vor allem in Menüs oder bei schwankenden FPSÜberall, auch der Task-Manager flackertDer Task-Manager bleibt ruhig, der Rest flackertSeit ich HDR eingeschaltet habeSeit ich die Hertz-Zahl geändert habe oder das Bild kurz aussetzt
  2. Lösung

    FreeSync, G-SYNC und VRR testweise ausschalten

    Mit variabler Bildwiederholrate folgt der Monitor der Bildrate der Grafikkarte. Schwankt die Bildrate stark oder fällt sie unter das Minimum des Monitors, zeigen manche Modelle ein sichtbares Helligkeitsflackern.

    1. Schalte im Bildschirmmenü des Monitors FreeSync, Adaptive Sync oder VRR aus und starte das Spiel neu. Ist das Bild jetzt ruhig, hängt das Flackern an der variablen Bildrate.
    2. Begrenze die Bildrate im Spiel oder im Grafiktreiber so, dass sie die Hertz-Zahl deines Monitors nicht übersteigt. AMD empfiehlt für diesen Fall V-Sync oder ein Bildratenlimit.
    3. Mit Radeon-Grafik prüfst du in AMD Software: Adrenalin auf der Registerkarte für Gaming oder Display, ob FreeSync aktiv ist, und schaltest es einmal aus und wieder ein.
    4. Mit GeForce-Karte steuerst du G-SYNC in der NVIDIA-Systemsteuerung oder der NVIDIA App. Schalte es dort testweise ab und vergleiche im selben Spiel.
    5. Fällt die Bildrate im Spiel regelmäßig tief ab, senke Grafikdetails oder Auflösung. Je gleichmäßiger die FPS, desto weniger muss die variable Bildrate ausgleichen.
    Ohne VRR oder mit Limit ist das Bild ruhigEs flackert auch ohne VRR
  3. Lösung

    Grafiktreiber neu starten, zurücksetzen oder neu einrichten

    Flackert auch der Task-Manager, nennt Microsoft den Anzeigetreiber als mögliche Ursache.

    1. Drück Windows-Taste + Strg + Umschalt + B. Damit setzt Windows den Grafiktreiber zurück. Hilft das nicht, starte den PC neu.
    2. Kam das Flackern nach einem Update, öffne den Geräte-Manager über die Suche in der Taskleiste, klappe „Grafikkarten“ auf und wähle per Rechtsklick auf deine Grafikkarte „Eigenschaften“. Unter „Treiber“ klickst du auf „Vorheriger Treiber“ und bestätigst mit „Ja“.
    3. Lässt sich „Vorheriger Treiber“ nicht anklicken, gibt es keinen älteren Treiber. Lade dann den aktuellen Treiber direkt bei AMD, NVIDIA, Intel oder beim Hersteller deines Laptops.
    4. Hilft beides nicht, wähle unter „Treiber“ die Option „Gerät deinstallieren“ und setz das Häkchen zum Entfernen des Treibers. Nach dem Neustart versucht Windows, den Treiber neu einzurichten.
    5. Fehlt das Häkchen oder ist das Bild zu unruhig zum Arbeiten, starte Windows im abgesicherten Modus und mach die Schritte dort.
    Mit dem anderen Treiber ist RuheEs flackert immer noch
  4. Lösung

    Die App finden, die das Flackern auslöst

    Bleibt der Task-Manager ruhig, während der Rest flackert, hält Microsoft eine inkompatible App für wahrscheinlich.

    1. Überleg, welche Programme du zuletzt installiert oder aktualisiert hast. Beim Spielen gehören Overlays, Aufnahme-Tools und Programme zur Hardware-Überwachung auf die Liste.
    2. Aktualisiere Apps aus dem Microsoft Store direkt dort, alle anderen über die Seite ihres Herstellers.
    3. Bleibt das Flackern, deinstalliere die Kandidaten einzeln über Start › „Einstellungen“ › „Apps“ › „Installierte Apps“. Beim Eintrag öffnest du das Menü mit den drei Punkten und wählst „Deinstallieren“.
    4. Starte nach jeder Deinstallation neu und schau, ob das Flackern weg ist. So weißt du am Ende genau, welche App es war.
    5. Brauchst du die App wieder, installierst du sie im Microsoft Store unter „Bibliothek“ neu oder lädst die neueste Fassung beim Hersteller.
    Ohne die App ist das Bild ruhigKeine App war schuld
  5. Lösung

    Flackern seit HDR eingrenzen

    Kam das Flackern mit HDR, prüfst du zuerst, ob es ohne HDR verschwindet.

    1. Öffne Start › „Einstellungen“ › „System“ › „Anzeige“. Hängen mehrere Bildschirme am PC, wähle oben den HDR-Monitor aus und schalte HDR aus.
    2. Starte das Spiel neu. Ist das Bild jetzt ruhig, hängt das Flackern mit HDR zusammen.
    3. Auf Laptops schaltet Windows HDR je nach Einstellung ab, sobald du den Stecker ziehst, und beim Einstecken wieder ein. Microsoft weist darauf hin, dass der Bildschirm dabei kurz schwarz werden kann. Das ist kein Defekt.
    4. Prüf im Bildschirmmenü des Monitors, ob dort ein eigener HDR-Modus läuft, und stelle Windows und Monitor auf dieselbe Einstellung.
    Ohne HDR ist alles gut, das reicht mirIch will HDR trotzdem nutzenEs flackert auch ohne HDR
  6. Lösung

    Hertz-Zahl, Kabel und Anschluss prüfen

    Eine höhere Hertz-Zahl verlangt mehr Bandbreite von Kabel und Anschluss. Setzt das Bild kurz aus oder flackert es erst seit der Umstellung, liegt der Verdacht dort.

    1. Öffne Start › „Einstellungen“ › „System“ › „Anzeige“ › „Erweiterte Anzeige“. Dort siehst du Auflösung und Aktualisierungsrate und ob dein Bildschirm variable Raten unterstützt.
    2. Wähl bei „Aktualisierungsrate auswählen“ testweise eine niedrigere Rate. Raten mit Sternchen passen nicht zur aktuellen Auflösung, Windows ändert dann auch die Auflösung.
    3. Findest du dort den Schalter für die dynamische Aktualisierungsrate, schalte ihn testweise aus. Microsoft rät dazu, wenn ein Spiel nur mit niedrigerer Rate läuft.
    4. Steck das Kabel an beiden Enden neu ein, probier einen anderen Anschluss an der Grafikkarte und, wenn vorhanden, ein anderes Kabel.
    5. Bei einem Desktop-PC mit eigener Grafikkarte gehört das Monitorkabel an die Grafikkarte. Die Anschlüsse am Mainboard gehören zur Grafikeinheit im Prozessor.
    Mit anderem Kabel oder Anschluss ist RuheIch will die volle Hertz-Zahl sauber einstellenEs flackert mit allem, auch am Desktop
  7. Geschafft

    Dein Bild steht wieder ruhig!

    Bit hält den Daumen hoch. Merk dir, welcher Schritt geholfen hat. Kommt das Flackern nach einem Treiber-Update zurück, weißt du sofort, wo du ansetzt.

  8. Nächster Schritt

    HDR sauber einrichten

    Damit HDR im Spiel gut aussieht, müssen Windows, Monitor und Spiel zusammenpassen. Unser HDR-Ratgeber geht die Einstellungen der Reihe nach durch und sagt auch, wann du HDR besser auslässt.

    Gaming-Monitor HDR richtig einstellen

  9. Nächster Schritt

    Die volle Hertz-Zahl nutzen

    Läuft der Monitor nicht mit der Rate, für die du ihn gekauft hast, geht unser Ratgeber Kabel, Anschluss und Windows-Einstellung Schritt für Schritt durch.

    Monitor-Hertz richtig einstellen

  10. Nächster Schritt

    Wenn der Monitor selbst schuld ist

    Flackert das Bild schon vor dem Windows-Start oder auch an einem anderen PC, liegt der Fehler beim Monitor. Dann sind Hersteller oder Händler gefragt. Steht ein neues Modell an, hilft dir unsere Kaufberatung.

    Gaming Monitor kaufen

Die Checkliste in der richtigen Reihenfolge

  1. Gegenprobe mit dem Task-Manager: Öffne ihn mit Strg + Umschalt + Esc, während das Bild flackert. Flackert sein Fenster mit, nimmst du dir zuerst den Treiber vor. Bleibt es ruhig, suchst du nach einer App.
  2. Grafiktreiber neu starten: Drück Windows-Taste + Strg + Umschalt + B. Windows setzt dann den Grafiktreiber zurück. Hilft das nicht, starte den PC neu.
  3. Variable Bildrate testen: Schalte FreeSync, G-SYNC oder VRR testweise aus und begrenze die Bildrate auf die Hertz-Zahl deines Monitors.
  4. Treiber zurückholen oder neu laden: Kam das Flackern nach einem Update, holst du im Geräte-Manager den vorherigen Treiber zurück. Sonst lädst du den aktuellen Treiber direkt beim Hersteller.
  5. Apps prüfen: Aktualisiere oder entferne zuletzt installierte Programme einzeln, vor allem Overlays und Aufnahme-Tools, und starte nach jeder Änderung neu.
  6. HDR ausschalten: Schalte HDR unter „Einstellungen“ › „System“ › „Anzeige“ testweise aus und starte das Spiel neu.
  7. Hertz-Zahl und Kabel prüfen: Wähl unter „Erweiterte Anzeige“ eine niedrigere Rate, schalte die dynamische Aktualisierungsrate aus und wechsle Kabel oder Anschluss.

Warum flackert der Bildschirm unter Windows 11 nur beim Spielen?

Bleibt der Desktop ruhig und zuckt das Bild erst im Spiel, steht die variable Bildwiederholrate unter Verdacht. Mit FreeSync, G-SYNC oder dem allgemeinen VRR passt der Monitor seine Hertz-Zahl laufend an die Bildrate der Grafikkarte an. Das verhindert zerrissene Bilder, macht das Bild aber davon abhängig, wie gleichmäßig die Grafikkarte liefert. AMD beschreibt FreeSync auf der Seite AMD FreeSync Technologie als Technik für Spiele ohne Verzerrungen und Flimmern mit Radeon-Grafik, die über HDMI und DisplayPort funktioniert.

Wenn die Bildrate unter das Minimum des Monitors fällt

Jeder Monitor mit variabler Bildrate hat einen Bereich, in dem er mitgeht. Die Grafikkarte liest Minimum und Maximum aus den Angaben des Displays. Fällt die Bildrate unter das Minimum, springt bei passenden FreeSync-Monitoren die Low Framerate Compensation ein, kurz LFC. Die Grafikkarte zeigt dann jedes Bild mehrfach an. AMD rechnet das an einem Display mit 60 bis 144 Hz vor: Läuft ein Spiel dort mit 40 FPS, wird jedes Bild verdoppelt und mit 80 Hz dargestellt. Alle Monitore der Stufen FreeSync Premium und Premium Pro sind nach Angabe von AMD für LFC zertifiziert. Bei einfachen FreeSync-Monitoren schaust du im Datenblatt nach, ob LFC dabei ist.

Bei manchen Monitoren zeigt sich der ständige Wechsel der Bildrate als kurzes Helligkeitsflackern. Besonders auffällig ist das in Ladebildschirmen und Menüs, in denen die Bildrate stark springt. Schaltest du VRR testweise aus und das Flackern verschwindet, hast du die Ursache gefunden.

Die Bildrate begrenzen

Liegt die Bildrate regelmäßig über der Aktualisierungsrate deines Monitors, empfiehlt AMD, V-Sync einzuschalten oder die Bildrate zu begrenzen. Ein Limit stellst du im Spiel selbst oder in der Software deines Grafiktreibers ein. Setz es knapp unter die Hertz-Zahl, dann bleibt die Grafikkarte im Bereich, den der Monitor abdeckt. Je gleichmäßiger die Bildrate, desto weniger muss der Monitor nachregeln. Wie du Windows für ruhigere Bildraten einstellst, zeigt unser Ratgeber Windows 11 fürs Gaming optimieren.

FreeSync und G-SYNC richtig prüfen

Mit Radeon-Grafik rät AMD, den aktuellen Treiber AMD Software: Adrenalin zu installieren und FreeSync zusätzlich im Bildschirmmenü des Monitors einzuschalten. Den Status prüfst du in der AMD-Software auf der Registerkarte für Gaming beziehungsweise Display. Dort schaltest du FreeSync zum Test einmal aus und wieder ein.

Mit einer GeForce-Karte klärst du zuerst, welche G-SYNC-Stufe dein Monitor hat. NVIDIA listet die Modelle auf der Seite Die besten Gaming-Monitore und Displays | NVIDIA G-SYNC und unterscheidet dort Monitore mit eigenem G-SYNC-Prozessor, die zusätzlich einen variablen Overdrive bieten, von Modellen mit dem Siegel G-SYNC Compatible, die NVIDIA für grundlegende VRR validiert hat. Für die Stufe G-SYNC ULTIMATE nennt NVIDIA ausdrücklich ein Bild ohne Flimmern und Artefakte. Zum Eingrenzen schaltest du G-SYNC in der NVIDIA-Systemsteuerung oder in der NVIDIA App aus und vergleichst dieselbe Szene im Spiel. AMD schreibt außerdem, dass GeForce-Karten ab der 10er-Serie über DisplayPort Adaptive-Sync auch mit FreeSync-Monitoren zusammenarbeiten können.

Grafiktreiber zurücksetzen, zurückholen oder neu einrichten

Flackert auch das Fenster des Task-Managers, nennt Microsoft den Anzeigetreiber als mögliche Ursache. Arbeite dich dann von der schnellsten zur gründlichsten Lösung vor.

Den Treiber per Tastenkürzel neu starten

Drück gleichzeitig Windows-Taste + Strg + Umschalt + B. Windows setzt damit den Grafiktreiber zurück, ein Neustart des PCs ist dafür nicht nötig. Bleibt das Flackern, starte den Rechner trotzdem einmal komplett neu, bevor du am Treiber selbst etwas änderst.

Den vorherigen Treiber zurückholen

Hat Windows Update kürzlich einen neuen Grafiktreiber eingespielt, ist der Schritt zurück der naheliegende Versuch. Öffne den Geräte-Manager über die Suche in der Taskleiste und klappe „Grafikkarten“ auf. Per Rechtsklick auf deine Grafikkarte wählst du „Eigenschaften“, dann die Registerkarte „Treiber“ und dort „Vorheriger Treiber“. Bestätige mit „Ja“ und starte neu. Dafür brauchst du Administratorrechte. Lässt sich die Schaltfläche nicht anklicken, hat Windows keinen älteren Treiber gespeichert.

Den aktuellen Treiber beim Hersteller holen

Im selben Fenster findest du „Treiber aktualisieren“. Findet Windows dabei nichts Neues, lädst du den aktuellen Treiber direkt beim Hersteller deiner Grafikkarte oder deines Laptops. Für Radeon-Karten ist das AMD Software: Adrenalin, für GeForce-Karten die NVIDIA App. Bei Gaming-Laptops mit zwei Grafikeinheiten lohnt zuerst ein Blick auf die Supportseite des Laptop-Herstellers, weil dort Treiber für genau dein Modell liegen.

Den Treiber entfernen und neu einrichten lassen

Hilft beides nicht, wählst du auf der Registerkarte „Treiber“ die Option „Gerät deinstallieren“. Setz im nächsten Fenster das Häkchen zum Entfernen des Treibers und bestätige. Nach dem Neustart versucht Windows, den Treiber neu einzurichten. Fehlt das Häkchen oder ist das Bild so unruhig, dass du kaum etwas erkennst, starte Windows im abgesicherten Modus und führe die Schritte dort aus.

Wenn eine App das Flackern auslöst

Bleibt der Task-Manager ruhig, während alles andere flackert, ist laut Microsoft wahrscheinlich eine App schuld. Beim Spielen gehören Overlays von Launchern, Aufnahme- und Streaming-Tools sowie Programme, die Temperaturen oder FPS einblenden, auf die Liste der Verdächtigen. Denk vor allem an Programme, die du kurz vor dem ersten Flackern installiert oder aktualisiert hast.

Apps aus dem Microsoft Store aktualisierst du direkt im Store, alle anderen über die Seite ihres Herstellers. Bei Overlays reicht es zum Ausprobieren, sie in den Einstellungen des jeweiligen Programms abzuschalten. Bleibt das Flackern, deinstallierst du die Kandidaten einzeln über Start › „Einstellungen“ › „Apps“ › „Installierte Apps“: Beim Eintrag öffnest du das Menü mit den drei Punkten, wählst „Deinstallieren“ und bestätigst. Starte nach jeder Deinstallation neu und prüfe, ob das Bild ruhig bleibt. So weißt du am Ende genau, welches Programm es war. Brauchst du es wieder, installierst du es im Microsoft Store unter „Bibliothek“ neu oder lädst die neueste Fassung beim Hersteller.

Hertz-Zahl, dynamische Aktualisierungsrate und Kabel prüfen

Die Aktualisierungsrate kontrollieren

Öffne Start › „Einstellungen“ › „System“ › „Anzeige“ › „Erweiterte Anzeige“. Dort siehst du, mit welcher Auflösung und Aktualisierungsrate dein Bildschirm läuft und ob er variable Raten unterstützt. Unter „Aktualisierungsrate auswählen“ stellst du die Rate ein. Ein Sternchen markiert Raten, die zur aktuellen Auflösung nicht passen. Wählst du eine davon, ändert Windows die Auflösung mit. Flackert das Bild erst, seit du die Rate erhöht hast, stell testweise die vorherige ein. Wie du die volle Hertz-Zahl sauber einrichtest, erklärt unser Ratgeber Monitor-Hertz richtig einstellen.

Die dynamische Aktualisierungsrate ausschalten

Windows 11 kennt eine dynamische Aktualisierungsrate, kurz DRR. Die Funktion steht nur zur Verfügung, wenn der Bildschirm VRR und mindestens 120 Hz unterstützt. Laut Microsoft kann DRR bei Spielen, die nicht für variable Raten ausgelegt sind, die Aktualisierungsrate begrenzen. Läuft ein Spiel mit weniger Hertz als erwartet oder flackert es seit dem Einschalten von DRR, schalte die Funktion unter „Erweiterte Anzeige“ aus.

Kabel und Anschluss wechseln

Höhere Hertz-Zahlen und Auflösungen verlangen mehr Bandbreite von Kabel und Anschluss. Setzt das Bild kurz aus oder flackert es nur bei der höchsten Rate, steck das Kabel an beiden Enden neu ein, probier einen anderen Anschluss an der Grafikkarte und, wenn vorhanden, ein anderes Kabel. Bei einem Desktop-PC mit eigener Grafikkarte gehört das Monitorkabel an die Grafikkarte. Die Anschlüsse am Mainboard gehören zur Grafikeinheit im Prozessor. Hängt dein Laptop über ein Dock oder einen Adapter am Monitor, schließ ihn zum Vergleich direkt an.

Flackern nach dem Einschalten von HDR

Kam das Flackern mit HDR, schalte es zuerst testweise aus. Öffne Start › „Einstellungen“ › „System“ › „Anzeige“. Hängen mehrere Bildschirme am PC, wählst du oben den HDR-fähigen aus und schaltest HDR ab. Starte danach das Spiel neu. Prüf außerdem im Bildschirmmenü des Monitors, ob HDR dort ebenfalls aktiv ist, denn Windows und Monitor müssen zusammenpassen.

Auf Laptops gibt es eine Besonderheit. Ist HDR am Netzteil eingeschaltet, deaktiviert Windows es beim Trennen vom Strom und schaltet es beim Einstecken wieder ein. Je nach Gerät ist HDR im Akkubetrieb ab Werk ausgeschaltet. Microsoft weist darauf hin, dass der Bildschirm bei diesem Wechsel kurz schwarz werden kann. Das ist kein Defekt. Willst du HDR behalten, hilft die Windows HDR-Kalibrierungs-App beim Feinschliff. Wie du HDR in Windows und am Monitor sauber einrichtest, erklärt unser Ratgeber Gaming-Monitor HDR richtig einstellen.

Typische Probleme und ihre Lösungen

Das Bild flackert nur im Ladebildschirm oder im Hauptmenü. Dort schwankt die Bildrate in vielen Spielen stark. Begrenze die Bildrate, schalte V-Sync ein oder teste das Spiel ohne FreeSync beziehungsweise G-SYNC. Bleibt das Bild im eigentlichen Spiel ruhig, kannst du mit dem kurzen Zucken im Menü leben oder ein eigenes Limit für Menüs setzen, falls das Spiel eines anbietet.

Seit dem letzten Treiber-Update flackert alles. Hol im Geräte-Manager mit „Vorheriger Treiber“ die alte Fassung zurück und warte mit dem nächsten Update, bis der Hersteller eine neuere Version veröffentlicht.

Bei 144 oder 165 Hz flackert es, bei 60 Hz nicht. Hier reicht die Bandbreite der Verbindung vermutlich nicht. Wechsle auf DisplayPort oder ein Kabel, das für die Rate ausgelegt ist, und nimm einen Anschluss direkt an der Grafikkarte.

Nur ein einziges Spiel flackert. Aktualisiere das Spiel, prüfe seine eigenen Optionen für V-Sync und Bildratenlimit und schalte die dynamische Aktualisierungsrate testweise aus. Ein Spiel, das nicht für variable Raten ausgelegt ist, kommt mit DRR nicht immer zurecht.

Der Laptop-Bildschirm wird beim Ein- oder Ausstecken kurz schwarz. Windows schaltet HDR dabei je nach Stromquelle um. Brauchst du HDR unterwegs nicht, lass es im Akkubetrieb aus.

Es flackert schon vor dem Windows-Start. Zeigt sich das Flackern bereits im BIOS beziehungsweise UEFI, hat Windows damit nichts zu tun. Schließ den Monitor an einen anderen PC oder eine Konsole an. Flackert er dort auch, liegt der Fehler am Monitor oder am Kabel, und Hersteller oder Händler sind die richtige Adresse.

Entscheidungshilfe: Wo du zuerst ansetzt

Mit der Frage, wann das Flackern auftritt, kommst du am schnellsten zur Ursache. Nur im Spiel und mit ruhigem Desktop fängst du bei VRR und Bildrate an. Flackert alles inklusive Task-Manager, ist der Treiber dran. Bleibt der Task-Manager ruhig, gehst du die Apps durch. Kam das Problem mit HDR oder einer neuen Hertz-Zahl, drehst du genau diese Änderung zuerst zurück.

Erst wenn nichts davon hilft, lohnt der Gedanke an neue Hardware. Flackert der Monitor auch an einem zweiten Gerät, ist er selbst das Problem. Worauf es beim Nachfolger ankommt, zeigt unsere Kaufberatung Gaming Monitor kaufen: So findest du den richtigen Bildschirm für dein Setup. Schafft deine Grafikkarte aktuelle Spiele nur mit stark schwankender Bildrate, hilft dir unser Vergleich Die besten Grafikkarten für Gaming-PCs im Vergleich bei der Auswahl.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Gegenprobe mit Strg + Umschalt + Esc zeigt dir, ob du beim Treiber oder bei einer App suchen musst.
  • Windows-Taste + Strg + Umschalt + B setzt den Grafiktreiber zurück, „Vorheriger Treiber“ im Geräte-Manager holt die alte Fassung zurück.
  • Flackern nur im Spiel deutet auf FreeSync, G-SYNC oder VRR. Ein Bildratenlimit unter der Hertz-Zahl hält die Grafikkarte im passenden Bereich.
  • HDR, eine neue Hertz-Zahl und die dynamische Aktualisierungsrate schaltest du testweise zurück, wenn das Flackern danach begann.
  • Setzt das Bild bei hoher Rate aus, prüfst du Kabel und Anschluss. Am Desktop-PC gehört das Monitorkabel an die Grafikkarte, nicht ans Mainboard.
  • Flackert das Bild schon vor dem Windows-Start oder an einem zweiten PC, liegt der Fehler am Monitor oder am Kabel.

Quellen-Check

Auf diese Seiten verweist der Artikel. Stand des Artikels: 17. Oktober 2026.

  • support.microsoft.com – Problembehandlung beim Flackern des Bildschirms in Windows
  • amd.com – AMD FreeSync Technologie
  • nvidia.com – Die besten Gaming-Monitore und Displays | NVIDIA G-SYNC

So arbeiten wir

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